Heute ist der 20.04.2026, und in den USA wird gerade die National Volunteer Week gefeiert. Diese Woche ist eine besondere Gelegenheit, um den Tausenden von Amerikanern Dank auszusprechen, die unermüdlich Zeit, Ressourcen und Talente für das Wohl anderer einsetzen. Freiwilligenarbeit hat in den USA eine lange Tradition von 250 Jahren, und es ist beeindruckend zu sehen, wie sich Amerikaner in jeder Generation für ihre Mitmenschen engagieren. Die Unterstützung erfolgt in vielen Formen, sei es durch die Mitarbeit in Suppenküchen, Lebensmittelbanken, Obdachlosenunterkünften oder Kirchen. Zudem leisten Freiwillige wertvolle Hilfe nach Naturkatastrophen, in bedürftigen Gemeinschaften, bei Kranken und in Schulen. Jede freundliche Handlung, die sie vollbringen, spiegelt die Güte des amerikanischen Volkes wider. Daher wird ein erneuter Aufruf zur Verpflichtung zur Tradition der Freiwilligenarbeit und zur Förderung von Großzügigkeit unter den Bürgern ausgesprochen. Weitere Informationen finden Sie in der Präsidialbotschaft zur National Volunteer Week.
Diese Tradition des Ehrenamts ist nicht nur in den USA lebendig, sondern auch in Deutschland von zentraler Bedeutung. Am 5. Dezember wird der Internationale Tag des Ehrenamtes gefeiert, um das ehrenamtliche Engagement als wesentliche Säule einer aktiven Gesellschaft zu würdigen. In Deutschland engagierten sich 2025 rund 16,9 Millionen Menschen ehrenamtlich, was eine Beteiligungsquote von 27,5 % an organisierter Freiwilligenarbeit darstellt. Diese Quote ist höher als in den Nachbarländern Schweiz und Österreich. Ehrenamtliche Tätigkeiten finden häufig in Sportvereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr, in Kirchen und wohltätigen Organisationen statt. Das Ehrenamt fördert nicht nur das Gemeinschaftsgefühl vor Ort, sondern ist auch eine wichtige Erfahrung für viele junge Menschen, die oft in Freiwilligendiensten wie dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder dem Bundesfreiwilligendienst aktiv werden.
Ehrenamtliches Engagement in Deutschland
Im Jahr 2024 engagierten sich in Deutschland fast 27 Millionen Menschen ehrenamtlich, was etwa 37 Prozent der Bevölkerung entspricht. Dies stellt jedoch einen Rückgang von vier Millionen im Vergleich zu 2019 dar, als noch 31 Millionen Menschen, also knapp 40 Prozent, aktiv waren. Trotz dieses Rückgangs investieren die Ehrenamtlichen mehr Zeit in ihr Engagement als zuvor. Laut dem Freiwilligensurvey der Bundesregierung widmen 24 Prozent der Ehrenamtler drei bis fünf Stunden pro Woche ihrer Tätigkeit, während 19 Prozent sogar sechs Stunden oder mehr aufbringen. Diese Anteile lagen 2019 noch zwei bis drei Prozentpunkte niedriger, was die wachsende Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit unterstreicht.
Interessanterweise zeigen die Daten des Freiwilligensurveys, dass es kaum geschlechtsspezifische Unterschiede im Ehrenamt gibt; sowohl Frauen als auch Männer engagieren sich gleich häufig. Die aktivsten Ehrenamtlichen sind in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen zu finden, während bei den über 75-Jährigen das Engagement deutlich abnimmt. Menschen mit höherer Schulbildung sind ebenfalls eher bereit, sich ehrenamtlich zu betätigen. Besonders bemerkenswert ist, dass der Bereich Kultur und Musik stärker vom Rückgang des Engagements betroffen ist als andere Bereiche, während der Unfall- und Rettungsdienst in den letzten Jahren an Freiwilligen gewonnen hat. Die umfassendsten Informationen über das ehrenamtliche Engagement in Deutschland stammen aus dem Freiwilligensurvey, der alle fünf Jahre durchgeführt wird und die größte aktuelle Untersuchung zur Zivilgesellschaft darstellt.