Am frühen Dienstagmorgen, dem 24. Februar 2026, ereignete sich ein tragischer Vorfall in Moskau, als ein unbekannter Angreifer einen Sprengsatz nahe einer U-Bahn-Station detonierte. Dabei starben der Attentäter und ein Polizeibeamter, während zwei weitere Personen verletzt wurden. Die Explosion ereignete sich kurz nach Mitternacht in der Nähe des Savyolovsky-Bahnhofs, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Hauptstadt. Der Angreifer, ein 22-jähriger Mann aus der Republik Udmurt, näherte sich einem Polizeifahrzeug und zündete seinen Sprengsatz in einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag. Das Fahrzeug wurde stark beschädigt, es brach jedoch kein Feuer aus (Breitbart).

Der russische Ermittlungsdienst identifizierte den getöteten Polizeibeamten als Lt. Denis Bratuschentko, 34 Jahre alt, der seit 2019 zur Verkehrspolizei gehörte. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Der Vorfall folgt auf einen ukrainischen Drohnenangriff auf das staatliche Verteidigungsunternehmen Votkinsk Machine Building Plant in Udmurtien, das Iskander-Raketen produziert. Präsident Wladimir Putin äußerte die Vermutung, dass der Moskauer Attentäter ein „unwissender Komplize“ sein könnte, der möglicherweise online von ukrainischen Geheimdiensten rekrutiert wurde. Er wies den FSB an, den Schutz für Regierungsbeamte zu erhöhen, die Ziel von Angriffen sein könnten.

Ein weiteres Attentat in Moskau

Dieser Vorfall ist nicht der erste seiner Art in Moskau. Am 3. Februar 2026 wurde Armen Sarkisyan, Gründer des Putin-nahen Arbat-Bataillons, in der Hauptstadt getötet. Auch hier wird ein Selbstmordattentat als Hauptverdacht angesehen. Sarkisyan erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, nachdem ein mutmaßlicher Täter, der zuvor wegen Mordes verurteilt worden war, einen Sprengsatz im Wohnkomplex Scarlet Sails detonierte. Berichten zufolge handelt es sich um eine Splittermine vom Typ MON-50, die möglicherweise im Flur des Gebäudes platziert wurde. Vier weitere Personen wurden bei diesem Vorfall verletzt (FR).

Das Arbat-Bataillon, dem Sarkisyan vorstand, kämpft mit rund 500 Mitgliedern an der Seite Russlands im Ukraine-Krieg. Viele der Kämpfer sind armenischer Herkunft und einige ehemalige Wagner-Söldner. Die ukrainischen Behörden hatten bereits 2014 einen Haftbefehl gegen Sarkisyan wegen Gewalt gegen EU-Befürworter erlassen. Sollte eine Verbindung zur Ukraine bei seinem Attentat festgestellt werden, könnte dies als Terroranschlag eingestuft werden.

Terroranschläge in Russland: Ein besorgniserregender Trend

Die jüngsten Ereignisse sind Teil eines besorgniserregenden Trends von Terroranschlägen in Russland. Die Liste der Anschläge reicht von verschiedenen politischen Ausrichtungen und Motiven, einschließlich faschistischer, nationaler, islamistischer und autonomistischer Strömungen. Historisch gesehen haben diese Angriffe oft hohe Opferzahlen gefordert, wie beispielsweise der Anschlag in Beslan 2004, bei dem 333 Menschen starben und 783 verletzt wurden (Wikipedia).

Die aktuellen Entwicklungen in Moskau werfen ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spannungen in der Region und die Komplexität der Sicherheitslage in Russland. Die Verknüpfung von politischen Konflikten und terroristischen Taten zeigt, wie verwoben die verschiedenen Herausforderungen sind, mit denen die russischen Behörden konfrontiert sind. Die Reaktionen der Regierung werden entscheidend dafür sein, wie sich die Situation in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird.