Am 6. März 2026 wurden in London zehn Personen im Rahmen einer umfangreichen Untersuchung der Anti-Terror-Polizei wegen mutmaßlicher iranischer Spionage festgenommen. Diese Festnahmen sind Teil einer strategischen Operation zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus, speziell in Bezug auf die Bedrohungen, die von iranischen Geheimdiensten ausgehen. Die Metropolitan Police gab an, dass vier Männer zwischen 22 und 55 Jahren festgenommen wurden, die verdächtigt werden, im Auftrag des iranischen Geheimdienstes die jüdische Gemeinde in London ausspioniert zu haben. Diese Männer werden gemäß Abschnitt 3 des National Security Act von 2023 festgehalten.

Die Ermittlungen führten zu Durchsuchungen an mehreren Standorten in Barnet, Watford, Wembley und Harrow. Unter den Festgenommenen befinden sich ein 40-jähriger und ein 55-jähriger Mann, die an zwei Adressen in Barnet festgenommen wurden, sowie ein 52-jähriger in Watford und ein 22-jähriger in Harrow. Sechs weitere Männer, darunter auch zwei 20-Jährige, wurden ebenfalls in Harrow festgenommen. Ein Verdächtiger wird zusätzlich wegen des Verdachts, einen Polizeibeamten angegriffen zu haben, in Gewahrsam gehalten. Ein Sprecher der Anti-Terror-Polizei betonte die Wichtigkeit dieser Festnahmen zur Unterbrechung schädlicher Aktivitäten und forderte die Öffentlichkeit, insbesondere die jüdische Gemeinde, zur Wachsamkeit auf. Die britische Innenministerin Shabana Mahmood äußerte, dass die Situation genau überwacht werde und betonte die Führungsrolle der britischen Geheimdienste im weltweiten Kampf gegen Terrorismus.

Der Hintergrund der Festnahmen

Die Festnahmen stehen im Kontext eines gestiegenen Sicherheitsbewusstseins in Europa. MI5, der britische Innengeheimdienst, hat festgestellt, dass das Vereinigte Königreich ein Hauptziel für iranischen Terrorismus ist. Im letzten Jahr wurden mehr als zwanzig potenziell tödliche, von Iran unterstützte Pläne verfolgt. In Europa sind die Geheimdienste alarmiert, da befürchtet wird, dass iranische Vergeltungsaktionen gegen die jüngsten US- und Israel-Angriffe auf Iran geplant sein könnten. Die deutsche Innenministerin sprach von der Gefahr von „Schläferzellen in Europa“, die Vergeltungsmaßnahmen durchführen könnten, während in Frankreich zur erhöhten Wachsamkeit für jüdische Gotteshäuser aufgerufen wurde.

Ein weiterer Aspekt ist die Entdeckung eines Waffenlagers in Österreich, das von einer iranisch unterstützten Gruppe eingerichtet wurde, um Angriffe auf israelische oder jüdische Institutionen in Europa zu erleichtern. Die britische Regierung hat defensive Maßnahmen ergriffen, um Bürger und Verbündete vor möglichen iranischen Vergeltungsmaßnahmen zu schützen und hat eine Operation gestartet, um britische Staatsbürger aus dem Nahen Osten zurückzuholen.

Reaktionen auf die Festnahmen

Die britische Wohltätigkeitsorganisation Campaign Against Antisemitism hat ihre Dankbarkeit über die Festnahmen zum Ausdruck gebracht, kritisierte jedoch, dass die Bedrohung durch Iran von der Regierung nicht ernst genug genommen werde. Der stellvertretende Premierminister David Lammy wies darauf hin, dass Iran als der größte staatliche Sponsor von Terrorismus gilt. In diesem Licht erscheinen die Festnahmen als Teil einer umfassenderen Strategie, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten und die Bürger vor möglichen Angriffen zu schützen.

Zusätzlich zu den aktuellen Festnahmen gab es in der Vergangenheit bereits ähnliche Vorfälle. Im Mai 2023 wurden drei Iraner in Großbritannien festgenommen, die mutmaßlich für den Iran spioniert hatten. Diese Festnahmen wurden von der britischen Innenministerin Yvette Cooper als Anlass gesehen, die Verantwortung des Iran für dessen aggressive Aktivitäten zu betonen und die Notwendigkeit, die Befugnisse zum Schutz der nationalen Sicherheit zu stärken, zu unterstreichen. Die britische Regierung hat seit März 2023 Maßnahmen gegen verdeckte ausländische Einflussnahme durch das „Foreign Influence Registration Scheme“ (FIRS) verstärkt, das zur Registrierung für Personen verpflichtet, die in Großbritannien für den Iran oder dessen Geheimdienste tätig sind.

Insgesamt verdeutlichen die jüngsten Ereignisse die anhaltenden Herausforderungen, die durch iranische Aktivitäten in Europa entstehen, und die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen den europäischen Ländern und den Sicherheitsbehörden, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und terroristischen Bedrohungen entgegenzuwirken. Weitere Informationen zu den Festnahmen und der Situation finden Sie in den Berichten von Breitbart und Time.