Am 19. März 2026 wurde der 19-jährige Wrestling-Champion Saleh Mohammadi im Iran hingerichtet, ein Ereignis, das in den internationalen Medien und von Menschenrechtsaktivisten scharf verurteilt wurde. Mohammadi, der aus der Stadt Qom stammte und zuletzt eine Bronzemedaille bei einem internationalen Wettkampf im September 2024 gewonnen hatte, wurde zusammen mit zwei weiteren Personen, Mehdi Ghasemi und Saeed Davoudi, hingerichtet. Diese Hinrichtungen fanden öffentlich statt und wurden von vielen als barbarischer Akt des Regimes bezeichnet, um Protestbewegungen zu unterdrücken. Alle drei Männer waren im Zuge der Proteste im Januar 2026 festgenommen worden, wobei Mohammadi wegen „Krieg gegen Gott“ (moharebeh) verurteilt wurde.
Menschenrechtsaktivisten, wie Nima Far, betonten, dass die Hinrichtung von Mohammadi als politisch motivierter Mord angesehen werden sollte. Far forderte eine stärkere Intervention des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und von United World Wrestling (UWW), um Iran von internationalen Wettbewerben auszuschließen, solange das Land weiterhin Protestierende und Athleten hinrichtet. Diese Hinrichtung ignorierte sogar Warnungen des US-Außenministeriums und Appelle von iranisch-amerikanischen Ringer-Eliten, die sich für eine Beendigung der Todesstrafe stark machten.
Die Hintergründe der Hinrichtungen
Die iranische Regierung rechtfertigte die Hinrichtungen mit der Behauptung, Mohammadi und die anderen Hingerichteten hätten während der Proteste zwei Polizisten angegriffen. Menschenrechtsgruppen hingegen kritisierten die fehlende Fairness in den Verfahren, die oft von Folter und dem Entzug des Zugangs zu Anwälten geprägt sind. Masih Alinejad, eine iranisch-amerikanische Aktivistin, berichtete über die erschreckenden Bedingungen, unter denen die Protestierenden verurteilt wurden. Die Hinrichtung von Mohammadi ist nicht die erste ihrer Art; bereits 2020 wurde ein anderer iranischer Wrestler, Nvid Afkari, für die angebliche Tötung eines Polizisten während eines Protests im Jahr 2018 hingerichtet.
Die Reaktionen auf Mohammadis Tod waren vielfältig. Viele iranische Kommentatoren forderten eine Boykottierung des Regimes im internationalen Sport. Die Menschenrechtslage im Iran hat sich in jüngster Zeit weiter verschlechtert, was den internationalen Druck auf das Regime verstärkt. Amnesty International warnt vor einer Zunahme willkürlicher Hinrichtungen und dokumentiert Massenverhaftungen sowie das Verschwindenlassen von Personen, die sich gegen das Regime aussprechen.
Internationale Reaktionen und Ruf nach Veränderungen
Die Hinrichtung von Saleh Mohammadi und die damit verbundenen Umstände werfen erneut ein grelles Licht auf die Menschenrechtslage im Iran, die durch anhaltende militärische Konflikte und interne Unruhen weiter belastet wird. Amnesty International hat in ihren Berichten darauf hingewiesen, dass die iranischen Behörden die Protestwelle und den damit verbundenen Konflikt als Vorwand nutzen, um Dissidenten zu drangsalieren und inhaftierte Protestierende zu verfolgen. Die internationale Gemeinschaft, einschließlich Deutschlands, hat eine Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats beantragt, um die Menschenrechtslage im Iran zu beleuchten und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.
Die brutalen Maßnahmen des iranischen Regimes, insbesondere gegen Athleten und Protestierende, zeigen, wie ernst die Situation ist. Amnesty International dokumentiert, dass die iranischen Sicherheitskräfte in einem bisher unbekannten Ausmaß gewaltsam gegen die eigene Bevölkerung vorgehen. Diese Entwicklungen erfordern ein gemeinsames internationales Vorgehen, um die Sicherheit und die Menschenrechte im Iran zu fördern und den betroffenen Menschen Gehör zu verschaffen.