Am Sonntag, den 15. März 2026, wurde ein Militärstützpunkt in Kuwait, der italienische Truppen beherbergt, durch einen Drohnenangriff des Iran getroffen. Laut dem italienischen Verteidigungsministerium wurde eine italienische Drohne zerstört, jedoch gab es keine Verletzten. Verteidigungsminister Guido Crosetto berichtete, dass die iranische Drohne ein Schutzdach an der Al Salem Basis traf, wo die unbemannte Aufklärungsdrohne der italienischen Luftwaffeneinheit stationiert war. Er informierte umgehend den Premierminister und die Führer aller politischen Parteien über den Vorfall und versicherte, dass die italienischen Militärangehörigen an der Basis sicher sind und nicht in den Angriff verwickelt waren. Crosetto betonte zudem, dass der Verlust der Drohne keine Auswirkungen auf die Sicherheit der italienischen Truppen in der Region habe.

Die italienischen Streitkräfte sind Teil des „Italian National Contingent Command Air – Task Force Air Kuwait“, einer Anti-ISIS-Initiative, die 2014 ins Leben gerufen wurde. In den letzten Tagen war das Militärpersonal bereits verringert worden; nur essentielles Personal blieb an der Basis. Der Angriff vom Sonntag war bereits der vierte dieser Art gegen italienische Truppen im Nahen Osten innerhalb von zwei Wochen. Laut ANSA handelte es sich bei der zerstörten italienischen Drohne um eine „Predator/Reaper“, die für operative Aktivitäten unerlässlich war. Außenminister Antonio Tajani erklärte, dass es „kein Risiko und kein Problem für unser Militär“ gebe und betonte, dass Kuwait ein „militärisches Ziel für den Iran“ sei. Er stellte klar, dass Italien nicht eingeschüchtert werde und seine internationalen Verpflichtungen einhalten werde.

Eine Eskalation im Nahen Osten

Diese Angriffe sind Teil einer breiteren Eskalation der Spannungen zwischen dem Iran und mehreren Ländern in der Golfregion. Bereits am 28. Februar 2026 wurde der Kuwait International Airport und die Ali Al Salem Air Base von einer iranischen Drohne getroffen. Am 1. März folgte ein Angriff auf das US-Garnison Camp Buehring, bei dem sechs US-Soldaten getötet und Dutzende weitere verletzt wurden. Der Konflikt hat auch zu zahlreichen Opfern unter kuwaitischen Soldaten geführt, mit zwei Navy-Servicemen, die am 2. März im Einsatz ums Leben kamen.

Die Angriffe des Iran haben auch andere militärische Einrichtungen betroffen, darunter das Camp Canada innerhalb der Ali Al Salem Air Base, das ebenfalls Ziel von iranischen Raketen wurde. Berichten zufolge wurde das US-Botschaft in Kuwait möglicherweise ebenfalls durch einen iranischen Raketenangriff getroffen. Inmitten dieser Angriffe hat das kuwaitische Militär bereits 67 verwundete Soldaten gemeldet, und die Situation spitzt sich weiter zu.

Internationale Reaktionen und Auswirkungen

Die Reaktionen auf die iranischen Angriffe sind vielfältig und betreffen nicht nur Kuwait, sondern auch die geopolitischen Spannungen in der gesamten Region. Die USA und Israel haben in den letzten Tagen verstärkt militärische Angriffe auf den Iran durchgeführt, was zur Folge hatte, dass der Iran als Reaktion mehrere Länder, darunter auch Kuwait, ins Visier nahm. Berichten zufolge sind Hunderttausende Menschen im Libanon und anderen angrenzenden Gebieten auf der Flucht, während die militärische Infrastruktur des Iran stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Mehr als 1.200 Menschen sollen bereits in den Kämpfen gestorben sein, darunter viele Zivilisten, was die humanitäre Lage weiter verschärft. In Kuwait kam es zu mehreren Zwischenfällen, in denen US-Militärflugzeuge abstürzten, während die Flugabwehr der Golfstaaten versuchte, die meisten iranischen Raketen und Drohnen abzufangen. Die Golfstaaten stehen unter Druck, militärisch zu reagieren, wollen jedoch einen größeren Krieg vermeiden.

In dieser angespannten Lage bleibt die Frage, wie Italien und andere europäische Länder auf die wachsenden Bedrohungen reagieren werden. Der Schutz ihrer Militärangehörigen sowie die Einhaltung internationaler Verpflichtungen stehen dabei im Vordergrund der politischen Diskussion.