In der Nacht von Montag, dem 23. März 2026, wurden in Golders Green, einem stark jüdischen Viertel in Nordlondon, vier Rettungswagen der jüdischen Wohltätigkeitsorganisation Hatzola Northwest in Brand gesetzt. Dieses antisemitische Hassverbrechen hat nicht nur die lokale jüdische Gemeinschaft erschüttert, sondern auch weitreichende politische Debatten über Sicherheitsbedenken in Großbritannien ausgelöst. Der britische Politiker und Reform UK-Anführer Nigel Farage warnte vor einer „fünften Kolonne“ radikaler Islamisten, die in Großbritannien aktiv seien und mit den jüngsten Angriffen in Verbindung stünden. Laut Farage ist die Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia (HAYI), die den Anschlag beansprucht hat, mit der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) verknüpft und stellt eine ernsthafte Bedrohung dar. Farage forderte die Einstufung der IRGC als terroristische Organisation und eine konsequente Verfolgung der Verantwortlichen für den Anschlag (Breitbart).
Die Metropolitan Police behandelt den Vorfall als antisemitisches Hassverbrechen, jedoch nicht als Terrorismus. Dieser Unterschied in der Einstufung hat bereits zu Kritik geführt, denn die Counterterrorism-Polizei untersucht einen Online-Anspruch von HAYI auf Telegram, in dem sich die Gruppe zu dem Brandanschlag bekennt. Ein unbestätigtes Video auf dem Kanal zeigt Bilder der Rettungswagen und Explosionen. Die Gruppe wurde erst am Samstag zuvor gegründet und hat bereits Verantwortung für mehrere Angriffe auf jüdische Institutionen in Belgien und den Niederlanden übernommen, darunter ein explosiver Angriff auf eine Synagoge in Lüttich und ein Brandanschlag auf eine Synagoge in Rotterdam (Independent).
Die Details des Anschlags
Die Überwachungskameras haben drei schwarz gekleidete Männer aufgezeichnet, die gegen ein Uhr nachts auf die Krankenwagen zugehen. Sie gießen eine Flüssigkeit über die Fahrzeuge und zünden sie an. Die Explosionen waren so heftig, dass Fensterscheiben umliegender Wohnungen zerschmettert wurden und die Feuerwehr nahezu zwei Stunden benötigte, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, aber die Angriffe haben das Gefühl der Sicherheit in der jüdischen Gemeinschaft stark beeinträchtigt (taz).
Mark Gardner, Geschäftsführer des Community Security Trust, bezeichnete den Angriff als Angriff auf Großbritannien und verwies auf die zunehmende Angst und Isolation, die viele jüdische Menschen in Großbritannien empfinden. Die Tatsache, dass die Angreifer gezielt Rettungswagen in der Nähe der orthodoxen Mazchike-Hadat-Synagoge attackierten, verstärkt die Besorgnis über ein anhaltendes Muster antisemitischer Gewalt in Europa.
Politische Reaktionen und Konsequenzen
Farage, der in der Vergangenheit für seine Warnungen über die Gefahren des radikalen Islam kritisiert wurde, hat erneut auf die Notwendigkeit hingewiesen, die offenen Grenzen in Europa zu überdenken. Er sieht die aktuellen Ereignisse als Bestätigung seiner langjährigen Thesen über eine potenzielle islamistische Bedrohung in Großbritannien. Die politische Elite, die in der Vergangenheit seine Warnungen abgetan hat, steht nun unter Druck, auf diese akuten Bedrohungen zu reagieren und Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.
Insgesamt zeigt dieser Vorfall, wie fragile die Sicherheitssituation in Europa ist und wie wichtig es ist, sich mit den Ursachen und der Verantwortung für solche Anschläge auseinanderzusetzen. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit zu finden, während gleichzeitig antisemitische Gewalt bekämpft werden muss.



